Kaum eine Branche hat so dankbares Bildmaterial wie der Garten- und Landschaftsbau. Ein verwildertes Grundstück wird zur Terrasse mit Naturstein und Staudenbeet, eine matschige Böschung zur sauber gesetzten Trockenmauer. Und trotzdem passiert auf den meisten Websites der Branche dasselbe: Die besten Projekte verschwinden in einer Galerie-Kachel, ohne Ort, ohne Kontext, ohne Text. Schön anzusehen, aber für Google praktisch unsichtbar.
Wer eine Website für Garten- und Landschaftsbau plant oder überarbeitet, sollte deshalb eine unbequeme Wahrheit kennen: Eine Bildersammlung rankt nicht. Sie taucht bei keiner Suche nach "Terrassenbau" plus Ortsname auf, sie beantwortet keine Frage und sie gibt Google keinen Grund, die Seite jemandem zu zeigen. Was rankt, sind Projektseiten mit echtem Inhalt, sauber aufbereiteten Bildern und Ortsbezug.
Dieser Artikel zeigt Schritt für Schritt, wie aus Projektfotos, die ohnehin schon auf jedem Firmenhandy liegen, Seiten werden, die Anfragen bringen. Von der Vorher-Nachher-Serie über die technische Bildaufbereitung bis zu Bildrechten bei privaten Gärten.
Das Wichtigste in Kürze
- Eine Galerie ist keine SEO-Strategie: Einzelne Projektseiten ranken, Bildersammlungen nicht
- Vorher-Nachher-Bilder wirken nur mit konsistenter Perspektive, Kontext und korrekten Alt-Texten
- Strukturierte Daten wie ImageObject sind kein Buzzword, sondern ein konkreter Code-Baustein
- Regionale Sichtbarkeit entsteht durch Ortsbezug in Text und Bild, nicht nur durch das Google Business Profil
- Bildrechte und Einwilligung sind bei privaten Gartenprojekten Pflicht, nicht Kür
Warum die meisten GaLaBau-Websites ihre Projekte verschenken
Bevor es um Lösungen geht, lohnt ein ehrlicher Blick auf den Ist-Zustand. Drei Muster tauchen auf GaLaBau-Websites immer wieder auf, und alle drei kosten Sichtbarkeit.
Die Galerie als digitale Schublade statt als Ranking-Chance
Die typische Referenzen-Seite besteht aus einem Raster mit dreißig Vorschaubildern. Klickt man drauf, öffnet sich das Bild größer, mehr passiert nicht. Für Google ist so eine Seite fast leer: keine Überschriften zu einzelnen Projekten, kein Text, keine Ortsangaben, keine interne Verlinkung. Die Seite kann für keinen einzigen konkreten Suchbegriff ranken, weil sie zu keinem konkreten Thema etwas sagt.
Das Absurde daran: In diesen dreißig Bildern stecken oft dreißig potenzielle Rankings. Jedes abgeschlossene Projekt beantwortet eine Suchanfrage, die irgendwo in der Region regelmäßig gestellt wird. "Pflasterarbeiten Einfahrt", "Gartenteich anlegen", "Hangbefestigung Gabionen", jeweils kombiniert mit einem Ortsnamen. Diese Suchanfragen laufen ins Leere, wenn das passende Projekt nur als stumme Kachel existiert.
Stockfoto-Optik statt echter, ortsgebundener Arbeit
Das zweite Muster: gekaufte Bilder von perfekten Gärten, die der Betrieb nie gebaut hat. Die Absicht ist verständlich, man will hochwertig wirken. Der Effekt ist das Gegenteil. Interessenten, die drei GaLaBau-Websites vergleichen, erkennen Stockfotos schneller als viele Betriebe glauben. Ein etwas unperfektes, aber echtes Baustellenfoto mit erkennbar regionaler Umgebung schafft mehr Vertrauen als jede Hochglanzaufnahme aus einer Bilddatenbank, die auf zwanzig anderen Websites ebenfalls auftaucht.
Bildunterschriften, die nichts über das Projekt verraten
Und selbst wo eigene Fotos genutzt werden, steht darunter oft nur "Referenz 12" oder gar nichts. Dabei ist die Bildunterschrift der Ort, an dem aus einem Foto eine überprüfbare Aussage wird: Was wurde gemacht, wo, mit welchem Material. Diese Information hilft dem Menschen bei der Einschätzung und gibt Google gleichzeitig den Text-Kontext, ohne den ein Bild kaum einzuordnen ist.
Die Grundlage: Was Google und Kund:innen von Projektinhalten erwarten
Beide Zielgruppen, Suchmaschine und Mensch, wollen im Kern dasselbe: Belege statt Behauptungen.
E-E-A-T in der Praxis eines Handwerksbetriebs
Google bewertet Inhalte unter anderem nach . Das klingt nach Konzernsprech, ist für einen Handwerksbetrieb aber greifbarer als für fast jede andere Branche. Ein GaLaBau-Betrieb muss Erfahrung nicht behaupten, er kann sie zeigen: mit dokumentierten Projekten, erkennbaren Arbeitsschritten und Details, die nur jemand kennt, der die Arbeit wirklich gemacht hat.
Erfahrung zeigen statt behaupten: konkrete Details statt "30 Jahre Erfahrung"
"Über 30 Jahre Erfahrung" steht auf tausenden Websites und sagt nichts. "Die Sitzmauer wurde aus Jura-Kalkstein trocken gesetzt, weil der Hang nach Starkregen Wasser führt und die Fugen offen bleiben müssen" sagt alles. Der zweite Satz beweist Erfahrung, statt sie zu behaupten, und genau solche Sätze entstehen fast von selbst, wenn man pro Projekt eine eigene Seite mit ein paar Absätzen Text schreibt. Wer tiefer einsteigen will, findet in unserem Leitfaden zu Vertrauenssignalen weitere Bausteine, die über die Projektdarstellung hinausgehen.
Was Google selbst zu Bildern empfiehlt
Google Search Central nennt in den eigenen Bild-SEO-Empfehlungen drei Punkte, die genau zu diesem Thema passen: aussagekräftige Alt-Texte statt Keyword-Aneinanderreihungen, Bilder als echte HTML-Bildelemente einbinden statt als CSS-Hintergrund, und strukturierte Daten nutzen, damit Bilder in den Suchergebnissen mit Kontext erscheinen können. Alle drei Punkte werden weiter unten konkret umgesetzt.
Vorher-Nachher-Bilder, die tatsächlich überzeugen
Das Vorher-Nachher-Bild ist das stärkste Verkaufsargument im GaLaBau, weil es die Leistung in einer Sekunde erklärt. Aber es funktioniert nur, wenn beide Aufnahmen wirklich vergleichbar sind.
Gleicher Standpunkt, gleiche Tageszeit, gleiche Brennweite
Der häufigste Fehler: Das Vorher-Foto entsteht beiläufig im Regen von schräg links, das Nachher-Foto bei Abendsonne aus einer ganz anderen Ecke. Der Betrachter kann die beiden Bilder nicht übereinanderlegen, und die Wirkung verpufft. Wirklich überzeugende Paare entstehen vom selben Standpunkt, zur ähnlichen Tageszeit und mit derselben Brennweite, also ohne zwischendurch ins Weitwinkel oder in den Zoom zu wechseln. Das kostet keine Minute mehr, wenn man es von Anfang an einplant.
Slider vs. einfaches Bildpaar: wann sich welches Format lohnt
Ein interaktiver Slider, bei dem man mit dem Regler zwischen Vorher und Nachher wechselt, wirkt beeindruckend, wenn die Perspektive exakt identisch ist. Weichen die Aufnahmen auch nur leicht voneinander ab, springt das Bild beim Ziehen und der Effekt kippt ins Unsaubere. Für die meisten Betriebe ist das einfache Bildpaar nebeneinander die robustere Wahl: Es verzeiht kleine Abweichungen, funktioniert auf dem Smartphone ohne Gefummel und lädt schneller. Der Slider lohnt sich für die zwei, drei Paradeprojekte, bei denen die Aufnahmen wirklich deckungsgleich sind.
Die Bildunterschrift als Mini-Fallstudie: Ort, Leistung, Zeitraum, Material
Unter jedes Bildpaar gehört eine Zeile, die das Projekt einordnet: "Neugestaltung Hausgarten in Passau-Grubweg, Terrasse aus Granit-Großpflaster mit Staudenpflanzung, umgesetzt Frühjahr 2026". Vier Informationen, ein Satz, und aus einem hübschen Foto wird ein überprüfbarer Beleg. Gleichzeitig landet damit genau die Wortkombination auf der Seite, nach der in der Region gesucht wird.
So planen Sie eine Vorher-Nachher-Serie, die später wirklich verwendbar ist:
Ausgangszustand fotografieren
Bevor Material oder Maschinen ankommen. Ein zugestellter Vorgarten mit Bagger im Bild taugt nicht mehr als Vorher-Referenz.
Standort für das Nachher-Foto markieren
Stativposition merken, Handynotiz mit GPS oder ein Foto vom eigenen Standpunkt machen. Wochen später weiß niemand mehr, wo genau die Aufnahme entstand.
Gleiche Tageszeit wählen
Damit Licht und Schattenwurf vergleichbar sind. Ein Vorher-Foto im Morgennebel und ein Nachher-Foto in der Abendsonne vergleichen zwei Stimmungen, nicht zwei Zustände.
Nachher-Foto erst nach dem Einwachsen aufnehmen
Frisch verlegter Rollrasen mit sichtbaren Bahnen und gestützte Jungbäume wirken wie eine Baustelle. Ein paar Wochen Geduld machen aus demselben Garten ein deutlich stärkeres Bild.
Bildunterschrift ergänzen
Ort, Leistung und ungefährer Zeitraum. Ohne diese Zeile bleibt das Bildpaar für Google kontextlos.
Jede Projektarbeit verdient eine eigene Seite, keine Galerie-Kachel
Hier liegt der größte Hebel des ganzen Themas, und er ist strukturell, nicht gestalterisch.
Warum eine einzelne Projektseite mehr Ranking-Potenzial hat als ein Galerie-Grid
Google rankt Seiten, keine Bilder in einem Raster. Eine eigene Seite pro Projekt hat eine eigene URL, einen eigenen Seitentitel, eine eigene Überschrift und eigenen Text, also alles, woran Google Relevanz festmacht. Eine Seite mit dem Titel "Terrassenbau mit Natursteinpflaster in Vilshofen" kann für genau diese Suchkombination ranken. Eine Galerie-Seite mit dem Titel "Referenzen" kann das nicht, egal wie gut die Bilder darin sind. Zwanzig Projekte als zwanzig Seiten bedeuten zwanzig Chancen, gefunden zu werden. Zwanzig Projekte in einer Galerie bedeuten eine einzige Chance, und zwar eine schlechte.
Aufbau einer Projektseite: Ausgangslage, Planung, Umsetzung, Ergebnis
Eine Projektseite muss kein Roman sein. Vier kurze Abschnitte reichen: Wie sah es vorher aus und was war das Problem? Was wurde geplant und warum genau so? Was wurde umgesetzt, mit welchem Material und in welchem Zeitraum? Und wie sieht das Ergebnis aus? Dazwischen die Fotos an den passenden Stellen statt gesammelt am Ende. So entsteht mit 300 bis 500 Wörtern eine kleine Fallstudie, die ein Bürogespräch beim Interessenten schon vorwegnimmt.
Interne Verlinkung zwischen Projektseite, passender Leistungsseite und Kontaktformular
Jede Projektseite verlinkt auf die passende Leistungsseite ("Mehr zu unserem Terrassenbau") und die Leistungsseite zurück auf zwei, drei passende Projekte als Beleg. Dazu ein klarer Kontakt-Hinweis am Seitenende. Diese Verlinkung sorgt dafür, dass die Projektseiten die kommerziell wichtigen Leistungsseiten stärken, statt isoliert nebenher zu existieren. Das Grundprinzip ist dasselbe wie bei der Local-SEO-Struktur für Handwerksbetriebe generell: Seiten, die sich thematisch stützen, ranken gemeinsam besser.
Zwei Signale, eine Linkstruktur
Verlinken Sie Projektseiten doppelt: einmal nach Leistungstyp (alle Terrassenprojekte untereinander und zur Leistungsseite Terrassenbau) und einmal nach Ort (alle Projekte aus einem Ort untereinander und zur Standortseite, falls vorhanden). So stärkt die interne Verlinkung beide Signale, die für lokale Rankings zählen: was Sie können und wo Sie arbeiten.
Bilder technisch für Google aufbereiten
Die beste Projektseite verschenkt Potenzial, wenn die Bilder technisch lieblos eingebunden sind. Vier Punkte machen den Unterschied.
Dateinamen, die beschreiben statt zu nummerieren
Google liest Dateinamen. terrassenbau-pflaster-vilshofen.jpg transportiert Leistung und Ort, IMG_2381.jpg transportiert nichts. Die Umbenennung kostet Sekunden und ist einer der wenigen SEO-Handgriffe, die wirklich jeder sofort umsetzen kann. Kleinbuchstaben, Bindestriche statt Leerzeichen, keine Umlaute, fertig.
Alt-Texte, die Inhalt UND Kontext transportieren
Der Alt-Text beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist, und zwar so, dass auch jemand ohne Bild es versteht. Gut: "Fertige Gartenterrasse aus grauem Granitpflaster mit angrenzendem Staudenbeet, Privatgarten in Passau". Schlecht: "garten landschaftsbau galabau terrasse pflaster passau günstig". Das erste hilft sehbehinderten Nutzern, der Google-Bildersuche und der normalen Suche gleichzeitig. Das zweite ist Keyword-Stuffing und schadet eher, als dass es nützt.
Strukturierte Daten: ein ImageObject-Beispiel für ein Gartenprojekt
Strukturierte Daten machen maschinenlesbar, was auf der Seite ohnehin steht. Für das Hauptbild einer Projektseite sieht ein ImageObject-Markup, angelehnt an die Beispiele von Google Search Central, so aus:
{
"@context": "https://schema.org",
"@type": "ImageObject",
"contentUrl": "https://www.beispiel-galabau.de/bilder/terrassenbau-pflaster-vilshofen.jpg",
"name": "Terrassenbau mit Granitpflaster in Vilshofen",
"description": "Fertiggestellte Gartenterrasse aus Granit-Großpflaster mit Staudenbeet, Privatgarten in Vilshofen",
"creator": {
"@type": "Organization",
"name": "Beispiel GaLaBau GmbH"
},
"creditText": "Beispiel GaLaBau GmbH",
"copyrightNotice": "Beispiel GaLaBau GmbH"
}Das ist kein Hexenwerk: URL des Bildes, Titel, Beschreibung, Urheber. Die Angaben zu creator, creditText und copyrightNotice können in der Google-Bildersuche zusätzlich als Urheberhinweis angezeigt werden, was die eigenen Bilder auch dort dem Betrieb zuordnet.
Ladezeit: Bildformate, Kompression, Lazy Loading
Bildlastige Seiten sind naturgemäß Ladezeit-Risiken, und langsame Seiten kosten sowohl Rankings als auch Geduld. Die Kurzfassung: Bilder in einem modernen Format wie WebP ausliefern, auf eine sinnvolle Anzeigegröße herunterrechnen statt das 8-Megapixel-Original einzubinden, und alle Bilder außer dem ersten sichtbaren per Lazy Loading nachladen lassen. Das erste Bild im sichtbaren Bereich dagegen sollte sofort laden, sonst starrt der Besucher auf eine leere Fläche. Wer das Thema gründlich angehen will, findet in unserem Ratgeber zur Ladezeit-Optimierung den kompletten Ablauf.
Technische Bild-Checkliste pro Projektseite
- Beschreibender Dateiname mit Leistung und Ort
- Alt-Text mit Leistung, Material und Kontext, ohne Keyword-Stuffing
- ImageObject-Markup für das Hauptbild der Seite
- Modernes Format (WebP) mit Fallback
- Lazy Loading für alle Bilder außer dem ersten sichtbaren
Regionale Sichtbarkeit: wie Projektseiten auch in Nachbarorte hineinwirken
Projektseiten haben einen Nebeneffekt, der oft übersehen wird: Sie erweitern den Radius, in dem ein Betrieb gefunden wird.
Ortsnamen natürlich im Fließtext statt in jeder zweiten Überschrift
Der Ortsbezug entsteht im Text, nicht durch Wiederholung. Ein Satz wie "Der Hanggarten liegt am Ortsrand von Tiefenbach, der lehmige Boden machte eine zusätzliche Drainage nötig" nennt den Ort einmal und verknüpft ihn mit einem echten fachlichen Detail. Das wirkt stärker als der Ortsname in jeder Überschrift, was schnell nach Manipulationsversuch aussieht und sich für Leser furchtbar liest.
Google Business Profil und einzelne Projektfotos verknüpfen
Das Google Business Profil ist der zweite Kanal für dieselben Inhalte. Zu jedem abgeschlossenen Projekt lässt sich dort ein kurzer Beitrag mit ein, zwei Fotos veröffentlichen, idealerweise mit Verweis auf die zugehörige Projektseite. So bleibt das Profil sichtbar aktiv, was Google honoriert, und die Fotos zeigen Interessenten direkt in der Maps-Ansicht echte Arbeit statt nur ein Logo. Wie man das Profil insgesamt sauber aufsetzt, steht in unserer Anleitung zum Google Business Profil.
Warum diese Struktur auch für "Leistung + Nachbarort" funktioniert
Das Business Profil rankt vor allem rund um den eingetragenen Standort. Projektseiten kennen diese Grenze nicht. Wer in fünf Nachbargemeinden gearbeitet und das jeweils dokumentiert hat, besitzt fünf Seiten, die für "Leistung plus Nachbarort" ranken können, ohne dort einen Standort zu haben. Über die Jahre entsteht so eine Landkarte aus dokumentierten Projekten, die den tatsächlichen Einzugsbereich des Betriebs abbildet, statt nur die Stadt auf dem Firmenschild.
Aus der Praxis
Diese Strategie ist keine Theorie. Wir haben sie unter anderem für Malaj Dienstleistungen und RS Hausmeisterservice umgesetzt, zwei Betriebe aus Passau, die neben Hausmeisterdiensten auch Gartenpflege und Außenanlagenarbeiten anbieten. Beide Websites ranken heute nicht nur in Passau selbst, sondern auch in umliegenden Gemeinden, und beide Betriebe bekommen seither regelmäßig Anfragen und Anrufe über die Website.
Vertrauenssignale, die über das Foto hinausgehen
Fotos öffnen die Tür, aber die Entscheidung für einen Betrieb fällt selten wegen der Bilder allein.
Kundenstimmen mit echtem Namen und Ort statt anonymer Sternebewertung
"5 Sterne, super Arbeit, M." überzeugt niemanden. Eine Bewertung mit vollem Namen, Ort und einem konkreten Bezug zum Projekt wirkt um ein Vielfaches stärker, weil sie überprüfbar klingt. Fragen Sie zufriedene Kundschaft nach Abschluss aktiv, ob Sie die Google-Bewertung mit Namensnennung auf der Projektseite zitieren dürfen. Wichtig dabei: nur echte, tatsächlich abgegebene Bewertungen verwenden. Erfundene Kundenstimmen sind nicht nur unseriös, sondern rechtlich angreifbar.
Team und Qualifikation sichtbar machen
Meisterbrief, abgeschlossene Ausbildungen, Zertifikate von Herstellern, Mitgliedschaft im Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau: Solche Nachweise liegen in vielen Betrieben im Ordner statt auf der Website. Dabei beantworten sie genau die stille Frage, die sich jeder Interessent vor einer vier- oder fünfstelligen Beauftragung stellt: Kann dieser Betrieb das wirklich?
Materialwissen zeigen: konkrete Pflanzenarten, Steinsorten, Marken
"Hochwertige Materialien" steht überall. "Muschelkalk aus regionalem Abbau, weil er zum Bestand der Nachbarmauern passt" oder "Lavendel und Katzenminze statt rasenbegleitender Stauden, weil der Standort vollsonnig und trocken ist" steht fast nirgends. Solche Sätze kosten den Fachmann keine Denksekunde, unterscheiden die Website aber sofort von jeder austauschbaren Konkurrenzseite. Es ist dieselbe Logik wie bei den Bildunterschriften: Konkretes schlägt Allgemeines, immer.
Bildrechte und Datenschutz bei privaten Gartenprojekten
Ein Punkt, der gern verdrängt wird, bis es Ärger gibt: Ein Privatgarten ist Privatsphäre, auch auf Fotos ohne Personen.
Einwilligung der Kund:innen vor Veröffentlichung einholen
Die sauberste Lösung ist ein kurzer Passus im Auftrag oder Angebot: Der Betrieb darf Fotos des Projekts für Website, Google-Profil und Social Media verwenden, wahlweise mit oder ohne Ortsangabe. Wer das nicht von Anfang an geregelt hat, holt die Zustimmung nachträglich per E-Mail ein und hebt die Bestätigung auf. Eine mündliche Zusage auf der Baustelle ist besser als nichts, aber im Streitfall schwer zu belegen.
Wann eine Adresse gezeigt werden darf und wann besser anonymisiert wird
Für die SEO-Wirkung reicht der Ortsname oder Ortsteil völlig aus, die Straße muss niemand kennen. Verzichten Sie auf Hausnummern und vermeiden Sie Bildausschnitte, über die sich das Grundstück eindeutig identifizieren lässt, etwa Hausfassaden mit Nummer, Namensschilder oder Autokennzeichen. Bei markanten Objekten, die trotz fehlender Adresse jeder im Ort erkennt, gehört die explizite Zustimmung zur Ortsnennung dazu.
Keine Rechtsberatung
Dieser Abschnitt beschreibt die gängige Praxis, ersetzt aber keine Rechtsberatung. Bei Unsicherheit, etwa bei Gemeinschaftsanlagen, Mietobjekten oder gewerblichen Auftraggebern, sollte im Zweifel die Rechtsberatung des Betriebs oder der zuständigen Handwerkskammer gefragt werden.
Praxisbeispiel: So wirkt die Strategie bei zwei Betrieben aus Passau
Wie das Ganze in der Umsetzung aussieht, zeigen zwei Projekte aus unserer eigenen Arbeit: Malaj Dienstleistungen und RS Hausmeisterservice, beide aus Passau, beide mit Gartenpflege und Außenanlagenarbeiten im Leistungsspektrum neben klassischen Hausmeisterdiensten.
Die Ausgangslage war in beiden Fällen typisch für die Branche: solide Betriebe mit gut gefülltem Auftragsbuch aus Empfehlungen, aber ohne nennenswerte Sichtbarkeit bei Google. Wer in Passau oder Umgebung nach den angebotenen Leistungen suchte, fand die Wettbewerber, nicht diese beiden Betriebe.
Umgesetzt wurde im Kern das, was dieser Artikel beschreibt: eigene Seiten für die einzelnen Leistungen statt einer Sammelseite, echte Projektfotos mit sauberen Dateinamen und Alt-Texten statt Stockmaterial, Ortsbezug im Fließtext statt Keyword-Listen, und ein gepflegtes Google Business Profil, das mit den Inhalten der Website zusammenspielt statt lose daneben zu stehen.
Das Ergebnis: Beide Websites ranken heute nicht nur in Passau selbst, sondern auch in umliegenden Gemeinden, und beide Betriebe bekommen seither regelmäßig Anfragen und Anrufe über die Website. Der entscheidende Punkt daran ist nicht, dass es funktioniert hat, sondern warum: Keine der Maßnahmen war ein Trick oder eine Abkürzung. Es war die konsequente Dokumentation echter Arbeit in einer Struktur, die Google lesen kann. Genau das ist für jeden GaLaBau-Betrieb reproduzierbar, der bereit ist, seine Projekte nicht nur zu fotografieren, sondern auch zu beschreiben.
Häufig gestellte Fragen
Fazit
Der Garten- und Landschaftsbau hat das beste Ausgangsmaterial, das man sich für eine Website wünschen kann: sichtbare Verwandlungen, die für sich sprechen. Verschenkt wird dieses Material immer an derselben Stelle, nämlich beim Schritt vom Foto zur Seite. Wer jedem Projekt eine eigene Seite mit Ausgangslage, Umsetzung und Ergebnis gibt, die Bilder technisch sauber aufbereitet und die Einwilligung der Kundschaft von Anfang an mitdenkt, baut sich über die Zeit eine Referenzsammlung auf, die doppelt arbeitet: Sie überzeugt Interessenten, die schon auf der Website sind, und sie holt über Google laufend neue dazu, auch aus den Nachbarorten. Das ist kein Sprint, sondern eine Gewohnheit. Aber es ist eine, die sich mit jedem dokumentierten Projekt weiter auszahlt.
Ihre Projekte verdienen mehr als eine Galerie
Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir uns Ihre aktuelle Website an und zeigen konkret, wie aus Ihren Projektfotos Seiten werden, die ranken und Anfragen bringen.
Über den Autor
Fatlum Sulaj
Gründer, Inoweb Agentur
Ich helfe Unternehmen aus der Region dabei, online besser gefunden zu werden und mehr Kunden zu gewinnen. Ich weiß, wie schwierig es sein kann, sich neben dem Tagesgeschäft auch noch um die eigene Website und den Online-Auftritt zu kümmern. Genau deshalb unterstütze ich Sie dabei.
